David Garett ist ein Ausnahmetalent – das steht wohl außer Frage. Ausnahme mit Blick auf seine geigerischen Fähigkeiten, aber auch hinsichtlich seiner musikalischen Wege, die er beschreitet. Wege? Naja, für manche mögen die neuesten Ausflüge Richtung Nirvana oder Metallica vielmehr nach Experimenten klingen. Wie dem auch sei, heute konnte ich zu meiner eigenen Begeisterung hier lesen, dass der mittlerweile schon recht bekannte Garrett abermals nach Deutschland kommt. Die letzte Tour verkaufte sich sprichwörtlich wie warme Semmel und so liegt auf der Hand, dass man später pausieren kann.
Wir selbst konnten den Virtuosen in diesem Jahr in der Wuhlheide außerhalb Berlins zu sehen bekommen. Die Haare im Wind wehend bezauberte David Garrett da sowohl junge als auch ältere Zuhörer. Einige Gäste wussten sich zugleich als eingefleischte Garrett Fans in Szene zu setzen, andere hingegen sahen den Geiger zum ersten Mal. Egal aus welchem Grund oder mit welchem Ansinnen man zu Konzerten von Garrett geht. Den Wenigsten dürften die musikalischen Ausflüge in neue Klassik-fremde Regionen auf die Nerven gehen.
Etwas überrascht dürften dennoch einige Besucher gewesen sein, als sie statt Mozart die gestrichenen Klänge von ACDCs Thunder zu hören bekamen. Übrigens, wer sich auf die Tour 2011 vorbereiten möchte und sozusagen nicht die Katze im Sack kaufen möchte, der sollte sich das Ganze auf dem jetzt veröffentlichten Album zu Gemüte führen. Zusammen mit seiner Band bietet er auf Rock Symphonies einen guten Eindruck, was einen auf der Tour alles an musikalischen Leckerbissen erwarten kann.

2012 geht David Garrett übrigens auch wieder auf Konzertreise in Deutschland. Dieses mal soll es wohl wieder etwas “rockiger” werden, nachdem er bei den in Kürze anstehenden Konzerten ja wieder auf die klassischen Stücke zurückgreift.